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Pfedelbach

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Eine Taufansprache

Die Taufe: Ein Zeichen gegen Resignation

Kinder

Es ist ein Risiko, sagt die Vernunft

Es ist eine Belastung, sagt die Erfahrung.

Es ist eine große Verantwortung, sagt die Vorsicht.

Es ist nichts als Sorge und Leid, sagt die Angst.

Es gibt kein größeres Glück sagt die Liebe

Rudyard Kipling

Liebe Tauffamilie, liebe Gemeinde,

immer wieder hört man ältere Menschen sagen: "ich bin froh, dass ich nicht mehr jung bin. Wenn ich das heute alles so mit ansehe, da bin ich froh, das ich das nicht mehr mitmachen muß!"

Manchmal da findet man eine ähnliche Sichtweise auch bei jungen Menschen;

viele fragen sich, ob es angesichts der Weltlage überhaupt noch verantwortbar sei, heute Kinder in die Welt zu setzen.

Die Gewalt in unserer Gesellschaft nimmt zu. Was ich tagaus, tagein sehe ist ein harter Lebenskampf. Überleben tut nur der Starke und der, der gesund und bei Kräften ist. Wer Nachsicht übt, oder sich nicht durchsetzen kann, bleibt auf der Strecke. Viele Menschen verarmen - nicht nur materiell, auch sozial. Überall auf der Welt gibt es Kriege. Die Verschmutzung unserer Umwelt ist nicht aufzuhalten, weltweit nimmt die Bevölkerungszahl unablässig zu.

So sagen viele – und das nicht selten resigniert: "Das ist halt so, das ist eben Schicksal, da können wir nichts machen«.

Wenn diese Aussage wahr wäre, dann hätte es keinen Sinn, dass wir uns hier treffen und es hätte auch keinen Sinn, nachher ihr Kind taufen.

Wenn wir taufen, dann setzten wir ein Zeichen der Hoffnung gegen diese Lebensauffassung.

Wir taufen auf den Namen Gottes des Vaters, der die Welt nicht zerstören, sondern retten will. Er hat unsere Erde gut und wertvoll erschaffen und er sagt uns zu, dass er sie und uns in seinen Händen hält.

Wir taufen auf den Namen Jesu, der uns erlöst hat, von allem, was uns gefangen hält. Der mit seiner Auferstehung en Zeichen gesetzt hat gegen alle Resignation und der uns schon jetzt ein Leben ermöglichen will, dass von Freude, von Liebe, das von Fülle und von Freiheit geprägt ist, trotz all der schwierigen Umstände, in denen wir manchmal drinstehen.

Wir taufen auf den Namen des Heiligen Geistes, durch den uns Gott immer wieder neue Lebenskraft, Hoffnung und Mut, geben will.

Die Taufe ist so gesehen weit mehr als ein bloßes Ritual. Sie ist vielmehr ein Zeichen gegen alle Hoffnungslosigkeit; ein Zeichen, das uns ein Leben lang begleiten kann.

Wir wissen nicht was uns die Zukunft bringen wird. Wir wissen nicht, wie die Zukunft ihres Kindes aussieht. Aber eins dürfen wir wissen: Gott will für uns und Kind ein verlässlicher Begleiter sein. Auch über dem Leben von ihrem Kind gilt das Wort, das sie als Taufspruch ausgesucht haben: „Du tust mir kund den Weg zum Leben. Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich." Amen.                    Pfr. K. Mödinger

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